Autorin Mareike Fallwickl

Nach der langen Sommerpause geht es ab heute wieder weiter mit der Blogreihe und zum Start in den Herbst hätte ich mir niemand besseren dafür wünschen können, denn Mareike ist nicht nur Leserin, wie wir alle, sondern darüber hinaus auch noch erfolgreiche Autorin. Nachdem im letzten Jahr ihr Debut „Dunkelgrün fast schwarz“ erschien, kam erst kürzlich Buch Nummer 2 auf den Markt und mit „Das Licht ist hier viel heller“ werden wir alle ab sofort #gewengert. (Was das genau bedeutet wird sich mir beim Lesen des Buches hoffentlich erschließen. 😉 )
Nachdem die Buchblogger-Szene gerade voll ist des Lobes ob des neuen Buches freue ich mich heute, dass sie uns mehr über ihre Liebe zu Bücher im Allgemeinen und dem Lesen erzählt und damit hoffentlich Lust macht auf regnerische Herbsttage mit einem guten Buch in der Hand.

Mareikes Antworten

Was macht Literatur mit dir, deinem Leben?
Ach, sie ist mein Ein und Alles. Ich lese, ich texte, ich schreibe, ich bin umgeben von Buchstaben, alles, was ich tue, besteht aus Wörtern, sie sind mein Alltag, mein Zauberzeug.

Was macht Literatur mit dir, deinem Leben?
Ach, sie ist mein Ein und Alles. Ich lese, ich texte, ich schreibe, ich bin umgeben von Buchstaben, alles, was ich tue, besteht aus Wörtern, sie sind mein Alltag, mein Zauberzeug.

Aus welchem Grund liest du?
Die Frage stellt sich für mich gar nicht, ich inhaliere Bücher mit absoluter Selbstverständlichkeit. Ich lese immer und überall und in jeder freien Minute, seit bald dreißig Jahren, seit ich es kann. Wenn ich längere Zeit keine Gelegenheit zum Lesen habe, werde ich unleidlich. Es ist sicher eine Art Sucht, ein Abtauchen, ein Verschwinden.

Wann und wo liest du am liebsten?
Ort und Zeit spielen für mich keine Rolle. Ich habe zwei kleine Kinder, einen Job, haufenweise Verpflichtungen – da gibt es nur wenig Lücken, in denen ich zum Lesen komme, und ich nutze sie alle. Meinetwegen auch im Auto. Natürlich auf dem Beifahrersitz.

Welche Art von Bücher liest du am liebsten?
Gegenwartsliteratur, gehobene Belletristik. Bücher, die man gemeinhin als „literarisch“ bezeichnet, aber nicht nur – es darf auch mal ein wenig leichter (nicht aber seichter) sein. Am liebsten hab ich einen bösen, sarkastischen, entlarvenden Ton, ich mag auch das Melancholische, Poetische, Schwermütige. Das Buch muss Gefühle in mir auslösen, nicht unbedingt positive, es muss mich aufwühlen und aufreißen und herfotzen, damit es mir im Gedächtnis (und in meinem Regal) bleibt.

Nach welchem Prinzip ordnest du dein Bücherregal?
Ha! Nach Farben. There, I said it.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Ich bin ein Buchseitenumknicker, ein Eselsohrenmacher, ich liebe Bücher, ich benutze sie, ich hinterlasse Spuren an ihnen, wie sie an mir Spuren hinterlassen, ich schone sie nicht, hinterher sollen wir beide ein wenig anders sein, derangierter, geprägt von diesem Erlebnis.

Welches ist dein absolutes Lieblingsbuch?
„The God of Small Things“ von Arundhati Roy bedeutet mir sehr viel, es hat mich im Alter von 15 Jahren nachhaltig beeindruckt und ich hab mich lange damit beschäftigt: hab mir die deutsche und die englische Ausgabe besorgt, die Formulierungen und Sätze untersucht, um zu ergründen, woher diese Faszination kam – und wie man so etwas macht. Dieses Buch ist einer der Gründe, warum ich schreibe.

Mein Lieblingsbuch in der letzten Zeit war . . . ?
„Stadt aus Rauch“ von Svealena Kutschke und „Was nie geschehen ist“ von Nadja Spiegelman.

Gibt es ein Buch aus deiner Kindheit, an das du dich besonders erinnerst?
Mio, mein Mio“ von Astrid Lindgren. Das hab ich geliebt. Und alle anderen Bücher von ihr. Und die von Michael Ende. Oh, und Otfried Preußler. All die wunderschönen Klassiker, die ich heute auch meinen Kindern vorlese.

Liest du ein Buch nach dem anderen oder mehrere gleichzeitig?
Das ist unterschiedlich. Meistens mehrere gleichzeitig, aber wenn eins davon mich mehr packt, konzentriere ich mich darauf und lasse die anderen erst mal liegen.

Hast du bestimmte Bücher mehrmals gelesen? Und warum?
Kein einziges. So many books, so little time.

Buch oder Hörbuch?
Buch.

Papier oder eBook?
Papier.

Liest du Rezensionen? Warum (nicht)?
Ja. Ich folge vielen Blogs und Bookstagrammern, lese auch das Feuilleton und interessiere mich für die verschiedenen Meinungen zu den einzelnen Titeln. Vor allem dann, wenn ich sie selbst gelesen (und rezensiert) habe.

Wie findest du neue Bücher? Woher bekommst du deine Inspiration?
Auf denselben Kanälen: Feuilleton, Blogs, Bookstagram, auch New York Times und London Times Book Review. Außerdem stöbere ich zweimal im Jahr in allen Verlagsvorschauen und wähle aus, was ich lesen möchte, das schicken die Verlage mir dann dankenswerterweise zu. Was wohl das Beste ist, was einem Bücherwurm wie mir passieren kann – ich liefere dafür im Gegenzug schöne Tipps und lege meiner Leserschaft Titel ans Herz, die sie ohne mich vielleicht nicht gefunden hätten. Wenn mir die Leute dann schreiben, dass sie dank meiner Empfehlung von einem Buch sehr begeistert und berührt sind, ist das der beste Lohn für all die Arbeit.

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Ein Kommentar zu „Autorin Mareike Fallwickl

  1. Hallo,

    ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich den Beitrag schon kommentiert habe (und der Kommentar noch in der Warteschleife ist) oder nicht, deshalb nur noch mal schnell: ein sehr schönes Interview, tolle Fragen und Antworten.

    Ich liebe Mareikes Blog und muss auch endlich mal ihre Bücher lesen… Die warten hier beide schon!

    „Mio mein Mio“ habe ich als Kind auch sehr geliebt, ich glaube, es war mein Lieblingsbuch von Lindgren.

    LG,
    Mikka

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